Unfreiwillige Boten

Unfreiwillige Boten

Erdhummel auf Weigelie

Hummel auf Weigelie, mit Pollen bepudert.

April – Jetzt fliegt er wieder, der Blütenpollen, der so manchen Allergiker zur Verzweiflung bringt. Zurzeit bedeckt ein feiner gelber Blütenstaub Straßen und Autos, Mauern und Wege. Die meisten Pflanzen nutzen für ihre Bestäubung jedoch nicht den Wind, sondern Insekten. Angelockt durch den Duft der Blüten, krabbeln Bienen und Hummeln zum begehrten Nektar, wobei Blütenstaub in ihrem feinen Pelz hängenbleibt.

 

Clematis Montana und Biene

Biene mit Pollenhöschen an einer Waldrebe

Bei der nächsten Blüte gelangt ein wenig von diesem Pollen auf die Narbe und befruchtet die Blüte. So dienen Bienen, Wildbienen und Hummeln den Blüten als unfreiwillige Boten. Den übrigen Pollen kämmen die Bienen mit einem Kamm an ihren Hinterbeinen aus dem Haar, formen ihn zu kleinen Päckchen, und fliegen mit farbenfrohen Pollenhöschen zum Nest. Dort wird das nahrhafte Eiweiß an die Nachkommen verfüttert.

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