Kletterpflanzen

Kletterpflanzen

Mit Kletterpflanzen kann man Zäune, Balkonbrüstungen, Häuser und Pergolen begrünen. Sie bieten zahllosen Tieren in unserem Garten Nahrung, Nistplätze und Unterschlupf und dämpfen Geräusche. An Fassaden verbessern sie das Klima, indem sie zu starke Sonneneinstrahlung im Sommer vermindern. Im Winter verringern immergrüne Kletterpflanzen die Kältewirkung.

Blauregen

BlauregenBlauregen, auch Glycinie genannt, ist eine wunderschöne Schlingpflanze. Ursprünglich stammt sie aus China, was ihr lateinischer Name (Wisteria sinensis) auch verrät. Aber sie ist schon seit langer Zeit in Europas Gärten beheimatet.
Von Mai bis Juni öffnen sich an langen Blütentrauben zahlreiche blau-violette Einzelblüten. Sie duften angenehm und werden von vielen Insekten besucht. Hummeln werden von ihr magisch angezogen.
Die Glycinie ist recht starkwüchsig, muss also regelmäßig geschnitten werden, und benötigt ein stabiles Klettergerüst, da alte Triebe schwer werden können. Am schönsten wirkt sie auf einer Pergola.

Clematis montana

Clematis montanaEs gibt zahllose Waldrebenarten in den unterschiedlichsten Farben und Blütengrößen. Die Bergwaldrebe ist eine der schönsten, ist sie doch im April/Mai von kleinen, ungefüllten rosa-weißen, zart duftenden Blüten übersät. In ihrem Gewirr aus Ranken findet man gerne auch Vogelnester. Oft gibt es später im Jahr noch eine Nachblüte. Die Bergwaldrebe passt sehr schön zum Blauregen.

Geißblatt (Lonicera)

GeißblattDiese schöne Kletterpflanze öffnet im Juni ihre duftenden,  röhrenförmigen Blüten. Sie erscheinen in Paaren, Büscheln und Quirlen und können weiß, gelb, orange oder rot sein. Die hier abgebildete Art ist das Feuergeißblatt, dessen Blüten von Weiß nach Goldgelb übergehen und außen rot-violett sind. Die Knospe ist purpur. Nach der Blüte werden im September rote Früchte ausgebildet. Das Feuergeißblatt sollte einen sonnigen bis halbschattigen Platz im Garten bekommen. Lonicera heckrottii wird 3 bis 4 Meter hoch.

Kletterrose

Kletterrose SympathieKletterrosen bilden lange, biegsame Triebe, die mit Stacheln versehen sind. Mit ihnen können sie sich an Pergolen oder Bögen festhalten. Die Triebe sind jedoch oft so schwer, dass sie festgebunden werden müssen. Eine der schönsten Kletterrosen ist „Sympathie“, mit tiefroten, großen Blüten, die betörend duften. Es ist eine alte, sehr gesunde Sorte (ADR-Prädikat 1966). Sie blüht unermüdlich bis zum Herbst. Rosen brauchen einen tiefgründigen Boden, der durchlässig sein muss, damit keine Staunässe auftritt. Außerdem lieben sie die Sonne, die Luft sollte frei zirkulieren können, damit keine Pilzkrankheiten auftreten.

Weinrebe

WeinrebeDie Weinrebe ist nicht nur als Schattenspender, sondern auch als Lieferant der köstlichen Weintrauben eine empfehlenswerte Pflanze für den Garten. Im Frühjahr treiben die langen Ranken mit schönen saftig-grünen Blättern aus. Die Blüte ist sehr dezent und erfolgt im Juni/Juli. Im September reifen am einjährigen Fruchtholz die begehrten Beeren. Was nicht von Vögeln oder Wespen stibitzt wurde, darf der Gärtner ernten. Im Herbst besticht der Wein durch eine schöne Herbstfärbung der Blätter. Weinreben sollten im Winter zurückgeschnitten werden.

Wilder Wein

Wilder WeinDieser schöne fünfblättrige Kletterer ist dank winziger Wickelranken selbstklimmend. Er wird bis zu 15 Meter hoch und berankt spielend leicht Hausfassaden.Vögel finden in ihm Nistplätze und Nahrung. Im Sommer schützt der wilde Wein die Hausfassade vor allzu viel Sonneneinstrahlung, im Herbst, wenn die meisten übrigen Pflanzen schon verblüht sind, überzieht er sie mit einem purpurrotem Schmuck. Die unscheinbaren Blüten erscheinen im Mai/Juni.

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Alle Fotos: A. Sondermann