Das Schlüsselloch-Prinzip

Das Schlüsselloch-Prinzip

Kohlweissling auf Flieder

Kohlweißling auf Flieder

April – Mutter Natur hat eine große Palette an verschiedensten Blüten hervorgebracht. Es gibt kleine und große Blüten, röhrenförmige und zungenförmige, glockenförmige und lippenförmige. Ihren Nektar bieten sie offen oder versteckt auf dem Grund einer tiefen Röhre an. So vielfältig wie die Blumen sind auch ihre Besucher. Nicht nur die Honigbiene, sondern eine ganze Armada von weiteren Insekten sucht Blüten auf und nascht an ihrem energieliefernden Zuckersaft. Sie alle haben bevorzugte Blüten, die zu ihrer Größe und

Gierschblüte mit Kaefer

Gierschblüte mit Käfer

zu ihren Mundwerkzeugen passen. Die Blüten und ihre Besucher passen zusammen wie der Schlüssel zum Schlüsselloch. So werden die kleine Blüten des Vergissmeinnichts von winzigen Wildbienen besucht. Die röhrenförmigen Blüten der Akelei von langrüsseligen Hummeln. Die flachen Dolden des Giersch werden gerne von Käfern angeflogen, die nur kurze Rüssel haben. Schmetterlinge mit ihren langen Saugrüsseln lieben tiefgründige Blüten wie die des Flieders oder Schmetterlingsstrauchs. Auch Wespen und Schwebfliegen gehören zu den Blütengästen. Sie bevorzugen scheiben- oder schalenförmige Blüten, denn sie haben nur einen relativ kurzen Rüssel. So wird auch das unscheinbarste Blümchen besucht und dabei oft nebenbei bestäubt.

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Alles Fotos: A. Sondermann